Umweltminister Olaf Lies zu E-Mobilität, Diesel und Zukunftsvisionen


Zu einem Business-Talk mit dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies hatte das Volkswagen-Zentrum Oldenburg am 15. Februar in die Bremer Straße 1 eingeladen. Auf dem Podium saßen außerdem Dr. Jonas Lohmann und Rainer Raddau (EWE), Dr. Torsten Grünendick (Ingenieur-Technik Nordwest) und die beiden VW-Zentrum-Geschäftsführer Bernd Weber und Ingo Bodenstab, der die Moderation innehatte.

Eine Hardware-Nachrüstung für Dieselfahrzeuge, deren Kosten zum größten Teil die Hersteller tragen müssten, eine breite Ausrichtung auf verschiedene Antriebstechniken und ein grundsätzliches Umdenken in Sachen Mobilität, die digital gesteuert werden müsse, das waren die wesentlichen Kernpunkte, die Umweltminister Olaf Lies beim Business-Talk am 15. Februar 2018 im Volkswagen Zentrum Oldenburg zu einer nachhaltigen Verkehrsumgestaltung nannte.

Zu Beginn gab Dr. Torsten Grünendick einen Überblick zu Schadstoff-Grenzwerten für Stickoxide, CO2 und Feinstaub sowie über ihre Herkunft und ihre gegenseitige Abhängigkeit. Auch auf eine Einflussnahme durch die Verkehrsführung wies Grünendick hin: So  würden Stickoxide durch fließenden Verkehr reduziert, insgesamt sei der Rückgang aber recht gering.

Umweltminister Olaf Lies ging zunächst auf Aspekte des Dieselskandals ein: „In Deutschland und Europa lag der Schwerpunkt der Umweltpolitik auf der Reduzierung des CO2-Ausstoßes, deswegen wurde der wenig verbrauchende Dieselmotor gefördert. Wenn  die Verbrauchswerte der Hersteller gestimmt hätten, wären auch die Grenzwerte für Stickoxide eingehalten worden“, so Lies.

„Der Dieselmotor hat sein negatives Bild zu Unrecht, denn er verbraucht wenig. Aus Nachhaltigkeitsgründen halte ich es auch für falsch, ältere Dieselfahrzeuge zu verschrotten, sondern wir sollten sie nachrüsten“, erklärte Lies und plädierte für Hardware-Lösungen, denn nur die brächten wirklich große Vorteile. Die Kosten dafür sollten vorwiegend die Hersteller tragen, „denn die haben uns das schließlich auch eingebrockt“. Einen kleineren Teil könnte man eventuell aus Steuermitteln finanzieren, aber weder die Händler noch die Kunden dürften dafür zur Kasse gebeten werden, so Lies. Auch eine Blaue Plakette lehnte er erneut ab. „Wir können den Kunden, die aus der Überzeugung, ein verbrauchsgünstiges Auto gekauft zu haben, nicht darlegen, dass sie jetzt damit
nicht mehr fahren dürfen“, meinte Lies.

Der Zukunft der Mobilität sieht Lies gelassen entgegen, hält es aber für falsch, nur auf elektrische Antriebe zu setzen. „Wir sollten die Fahrzeugbestände weiter nutzen. Umfassende Verbesserungen der Verkehrsführung sind teuer, aber effektiver als die blaue Plakette. Und was die E-Mobilität betrifft: Wir müssen uns klar machen, dass Aufladen nicht das gleiche wie Tanken ist.“ E-Fahrzeuge würden meist zuhause und am Arbeitsplatz geladen. Das gehe aber nicht ohne Digitalisierung.

Ein wichtiger Punkt, bei dem ihm Dr. Jonas Lohmann, Leiter des EWE-Kompetenzcenters Mobilität, zustimmte: „Wir diskutieren immer über Ladezeiten und Netzkapazitäten und vergessen dabei, das wir die Ladevorgänge durch die Digitalisiereung intelligenter steuern können: Wenn bekannt ist, wann jedes Fahrzeug mit welchem Ladezustand wieder gebraucht wird, müssen nicht alle gleichzeitig mit voller Leistung geladen werden“, so Lohmann.

Auch Carsharing wird ein wichtiger Bestandteil eines zukunftstauglichen Verkehrskonzeptes sein müssen. Die Attraktivität des eigenen Autos hat bereits deutlich nachgelassen. „Derzeit gibt es in Oldenburg rund 80.000 Autos, die durchschnittlich 20 Minuten am Tag genutzt werden. Vielleicht sind es in 10 Jahren noch 40.000 Autos, die aber eine Stunde oder mehr pro Tag fahren“, sagte dazu Volkswagen-Zentrum-Geschäftsführer Bernd Weber. Aber Carsharing funktioniere nicht für alle, wenn sich fünf Nachbarn ein Fahrzeug teilten. Carsharing mit 50.000 Beteiligten funktioniere, aber nur bei digitaler Steuerung.

„Auf jeden Fall muss eine Mobilitätsveränderung für die Nutzer attraktiv sein“, schloss Olaf Lies, „wir können den Menschen ein anderes Verhalten schließlich nicht per Gesetz vorschreiben.“ Von kostenlosem öffentlichen Nahverkehr hält Lies nichts. „Der ÖPNV muss attraktiv sein, nicht kostenlos.“

Autor und Fotograf: Carsten Lienemann



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Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2- Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich ab 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter

Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat, usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch,, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

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